SCHLAMMSTABILISIERUNGSANLAGEN

Bei einer aeroben Schlammstabilisierung wird der Schlamm aus Abwassereinigungsanlagen durch Belüftung aerob weiterbehandelt, bis alle organischen Bestandteile oxidiert sind und eine Ablagerung ohne Geruchsprobleme möglich ist. Dieses Verfahren erweist sich gegenüber der Schlammfaulung, die anaerob, d. h. unter Luftabschluss, arbeitet, als wirtschaftlich, weil die Behandlungszeit durch die Eigenerwärmung des Schlammes wesentlich abgekürzt werden kann. Hierzu ist ein Belüftungssystem notwendig, das den Schlamm intensiv begast und nicht durch Verwirbelung zusätzlich auskühlt. Dazu eignen sich besonders gut unsere Tauchbelüfter TA oder TAK. Nach Versuchen und Betriebsergebnissen wird ohne Schwierigkeiten eine Prozesstemperatur von 45°C und mehr erreicht. Man spricht hierbei von der aerob thermophilen Schlammstabilisierung. Die Behandlungszeit des Schlammes sinkt dabei auf unter 5 Tagen ab. Die anaerobe Schlammfaulung, die in der Regel bei 30°C arbeitet, braucht nach Imhoff dagegen eine Behandlungszeit von 27 Tagen. Die für die Belüftung des Schlammes eingesetzten Tauchbelüfter sind auch deshalb gut geeignet, weil sie eine hohe Umwälzleistung haben und bei den üblicherweise recht hohen Schlammtrockengewichten keine Verstopfungen zu erwarten sind.