PROREACT P –
Labor-/Pilotfermenter für Forschung und Entwicklung

PROREACT P Labor- und Pilotfermenter werden in Standard-Baugrößen ab 10 L hergestellt und dienen sowohl der Forschung und Entwicklung als auch als Vorstufen innerhalb einer Produktions-Fermenterkaskade aufsteigender Größe.

Die Anlagen sind aus diesem Grund vergleichbar aufgebaut wie die Industrieanlagen selber, so dass sich im Bereich der Verfahrensführung, der Automatisierungsstruktur und der Wartung diesselbe Philosophie wiederfindet wie in Produktionsprozessen.

Die Ausführungen welche für Forschungszwecke verwendet werden können, sind demgegenüber aber deutlich flexibler. Dies betrifft die Austauschbarkeit verschiedener Rührwerke, unterschiedliche Prozesstrategien und die Anbindung diverser zusätzlicher Sensoren oder Module für Up- und Downstream. Als Sonderapplikationen können auch kleinere Fermentationseinheiten in eine Anlage integriert werden (siehe auch PROREACT X Sonderfermenter).

                     Abbildung: Forschungsreaktor PROREACT P Multi 

Über eine Reihe von offenen Kommunikationsschnittstellen kann die Anlage an Datenauswerteprogramme, Labormanagementprogramme oder auch komplexe SCADA-Systeme angebunden werden.

Die Basiseinheit besteht aus folgenden Anlagenkomponenten:

  • Druckbehälter -1 bis 6 bar (optional höhere Drücke) mit Doppelmantel aus Edelstahl 1.4404/1.4435
  • Produktberührte Oberflächen mit Ra <=0,4 μm und Elektropolitur
  • Misch- und Begasungsaggregat mit verschiedenen wählbaren Rührwerken
  • Thermosiphoneinheit für Gleitringdichtungen
  • Verrohrung und Armaturen z.B. in DIN 11864 und DIN 32676
  • Integrierte Peristaltikpumpen für Substrate und Stellmittel
  • Wägeeinrichtung für Fermenter und Vorlagen
  • Kompaktes Gestell zur Aufnahme aller Rohre und Aggregate
  • Sterilfiltereinheiten für Zu- und Abluft
  • Gasmischstation mit Mass-Flow-Controllern
  • Abgaskühler
  • Abgasanalysator für CO2 und O2
  • Kondensatleitungen
  • Erweiterte Sensorik
  • Zentrale Steuereinheit mit SIEMENS SPS und Touch Panel

Für die Minimierung oder gänzliche Vermeidung des Einsatzes von Antischaummittel wird der Einsatz der optional erhältliche FOAMEX Schaumzentrifuge empfohlen. Die Messsonde ALKOSENS und die zugehörige Regelung ermöglicht die Nutzung von Regelungsstrategien für methylotrophe Hefen und eine erweiterte Prozessdokumentation.

Einzelne PROREACT Labor-/Pilotfermenter können für eine Produktionsstrecke über mehrere Kultivierungsstufen (z.B. 20 L, 200 L, 2000 L, ...) auch mit den Produktionsfermentern zusammen in eine komplette Bühnenstruktur eingebracht werden. Ebenfalls ist es möglich, die gesamte Architektur der Automatisierung hierauf anzupassen. Die hierfür als Plattform eingesetzten SIEMENS Industriesteuerungen lassen hier eine Vielzahl von Möglichkeiten zu, die wir gerne bedarfsorientiert für Sie nutzen.

 

Basismodul und Optionen

PROREACT P Basismodul
Verschiedene Rührwerksoptionen
ALKOSENS MeOH-Sonde
FOAMEX Zentrifuge